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Zecken

     


Da wir Angler sehr Naturverbundene Wesen sind und uns unser Hobby zu 90 Prozent auch in die freie Natur zieht, geht das Problem Zecken natürlich nicht spurlos an uns vorüber. Dieser Bericht, den ich aus dem Internet zusammengetragen habe dient dazu um mit der Gefahr die von Zecken auch für uns Angler ausgeht besser umgehen zu können. 

Die Zecke ist ein weltweit verbreiteter Blutsaugender Parasit, der sich vom Blut seiner Wirte ernährt. Die Zecke hat als Überträger von Krankheiten auf Mensch und Tier zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Ist die Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein an und für sich harmloser Zeckenstich zur Gefahr für den Menschen werden. Sticht sie zu, können diese Krankheitserreger in den Körper des Blutwirts gelangen. Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragbare Erkrankung in Deutschland. Bekannt ist die Krankheit allerdings schon seit über 100 Jahren. 1982 entdeckte man dass sie durch Bakterien ausgelöst wird, die von Zecken übertragen werden. Die Borrelien leben im Darm der Zecken. Man schätzt, dass jährlich in Deutschland Zehntausende von Menschen daran erkranken. Eine Borreliose kann viele Symptome haben. Viele davon werden auch bei anderen Erkrankungen beobachtet. Das macht es schwierig, eine Borreliose zu diagnostizieren. Eines der wenigen charakteristischen Symptome bei einer Borreliose ist die Wanderröte. Diese ringförmige Hautrötung kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle beobachtet werden. Allerdings tritt die Wanderröte nicht bei allen Borreliose-Patienten auf. Im frühen Stadium einer Borreliose werden neben der Wanderröte auch Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen beobachtet. Mit Borreliose kann man sich im Normalfall nur durch einen Zeckenstich anstecken. An Borreliose erkrankte Personen sind nicht ansteckend. Die mit Borrelien verseuchte Zecke sticht sein Opfer. Da die Borrelien zunächst im Mitteldarm der Zecke sind, dauert es eine gewisse Zeit bis die Borrelien in das Blut gelangen. Man geht davon aus, dass sie erst nach vielen Stunden des Saugaktes in das Blut des Wirts gelangen. Je schneller also die Zecke entfernt wird, umso niedriger ist das Risiko an Borreliose zu erkranken. Gegen Borrelien gibt es keine Abwehrmittel und auch keine Immunität. Man kann sich mehrfach infizieren und auch mehrere Borreliosen verschiedener Stadien gleichzeitig haben. Es gibt derzeit keine Impfung gegen Borreliose. Da die Borreliose eine bakterielle Erkrankung ist, lässt sie sich prinzipiell gut antibiotisch behandeln. Vor allem im Frühstadium auftretende Symptome können mit Antibiotika in Tablettenform bekämpft werden. Später auftretende und chronische Symptome lassen sich nicht mehr so leicht behandeln. Hier können oft Antibiotikabgaben durch mehrwöchige Infusionen notwendig sein. Schützen kann man sich nur gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Leider gibt es keine medizinische Behandlung gegen FSMEDeshalb empfehlen die Gesundheitsbehörden allen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder Urlaub machen und sich in der Natur aufhalten, eine Impfung gegen die FSME. Die Kosten für eine FSME-Impfung werden von den meisten Krankenkassen übernommen. 

Wie sticht die Zecke?
Die Zecke hat einen hoch entwickelten Stechapparat. Mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen reißt sie die Haut des Wirtes auf und gräbt mit ihrem Stachel eine Grube in das Gewebe, die mit Blut voll läuft. Dieses Blut saugt die Zecke immer wieder ab. Der Stechapparat der Zecke selbst hat zahlreiche kleine Widerhaken. Mit ihnen hält sich die Zecke an ihrem Wirt fest. Durch das Blutsaugen steigt das Eigengewicht der Zecke. Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn 10 Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. In freier Natur lebt die Zecke im Durchschnitt drei bis fünf Jahre. 

Wie orientiert sich die Zecke?
Der Gemeine Holzbock, der in Deutschland am häufigsten vorkommt und den Mensch befällt, besitzt keine Augen. Die Zecke nutzt für die Orientierung das Hallersche Organ und ihre zahlreichen Tasthaaren an den Beinen. Damit kann sie Hindernisse und Bewegungen in ihrer Umwelt wahrnehmen. Ihre Opfer erkennen die Zecken am Geruch, der Körperwärme und am ausgeatmeten Kohlendioxid. Am Kopf der Zecke befinden sich die Stech- und Saugorgane zur Nahrungsaufnahme. Am ersten Beinpaar sitzen die wichtigsten Sinnesorgane und die kräftigen Klauen, mit denen sich die Zecke an ihren Opfern festhalten. Die Atemöffnungen befinden sich hinter dem letzten Beinpaar, die Geschlechtsteile sitzen am unteren Teil des  Bauches. 

Wie jagt die Zecke?
Um ihre Opfer besser erreichen zu können, klettert die Zecke auf Gräser und Büsche. Eine erwachsene Zecke kann dabei bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Meistens ist sie aber in Knie- bis Hüfthöhe zu finden. Die Zecke klettert nicht – entgegen der weit verbreiteten Annahme auf Bäume und lässt sich von dort auf das Opfer fallen. Hat die Zecke ihre Jagdposition eingenommen, streckt sie oft ihre Vorderbeine in die Höhe, um mit ihrem Hallerschen Organ alle Duftstoffe in ihrer Umgebung besser wahrzunehmen. Streift der Wirt die Zecke, greift sie sich blitzschnell mit den starken Krallen an ihren Vorderbeinen die Haut, das Fell oder die Kleidung und hält sich fest. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen aus. 

Wo sticht die Zecke?
Nachdem die Zecke sich vom Grashalm oder Busch abstreifen ließ, sucht sie auf ihrem potentiellen Wirt eine dünnhäutige, feuchte und gut durchblutete Stelle zum Blutsaugen. Den Menschen sticht die Zecke daher besonders gerne in die Kniekehlen, zwischen den Beinen, unter den Armen und im Nacken sowie am Haaransatz. Die Zecke sondert bereits während des Stechens mit ihrem Speichel ein Betäubungsmittel ab, das die Einstichstelle betäubt. Deshalb spürt man Zeckenstiche nicht, auch wenn der Stechapparat der Zecke wesentlich größer und gröber ist, als beispielsweise der Stechrüssel einer Stechmücke. Der Speichel der Zecke enthält außerdem bestimmte Stoffe, die dafür sorgen, dass das Blut nicht gerinnt und verhindern, dass sich die Einstichstelle entzündet.
 Beim Stechen kann die Zecke bereits mit ihrem Speichel Krankheitserreger an den Wirt übertragen, vor allem FSME-Viren. 

Wie entfernt man Zecken?
Fast jeder kennt einen anderen "Geheimtipp" zur Zeckenentfernung - sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Drauftröpfeln von Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr als sie nützen. Es kann sein, dass die Zecke in ihrem "Todeskampf" erst recht Erreger in die Wunde abgibt. Auch das Quetschen der Zecke beim Entfernen kann schädlich sein. Man sollte daher Zecken ganz vorsichtig mit einer feinen Pinzette oder mit einem Skalpell entfernen. Dazu setzt man dicht über der Haut an und zieht bzw. hebelt die Zecke vorsichtig heraus. Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen. Da der Stechapparat einer Zecke mit den vielen Widerhaken kein Gewinde besitzt, muss die Zecke beim Entfernen weder rechts noch links gedreht werden!!! 

 

Die Zecke ist nicht immer aktiv. Liegen die Temperaturen unter sieben Grad Celsius, fällt sie in eine Art Winterstarre. Dann ist sie nicht auf Grashalmen sondern unter einer feuchten Laubdecke zu finden. Bei extrem mildem Winterwetter trifft das allerdings nicht zu. 

Tipp: Hat sich trotz aller Vorsicht doch eine Zecke verbissen, gibt es in Drogerie- Baumärkten sowie in Lebensmittel- und Gartencentern für ca. 3 Euro die

Aeroxon Zeckenkarte

Die Scheckkarten große Karte hat zwei Einkerbungen für unterschiedlich große Zecken, sowie eine integrierte Lupe. Das Entfernen geht damit Kinderleicht. Die Karte wird einfach flach auf die Haut gelegt und der Kartenschlitz langsam unter die Zecke geschoben. Beim vorsichtigen Weiterschieben hebt man die Karte leicht an und schon ist die Zecke entfernt.