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Irland


Valentia Island

Valentia Island hat für Angler viel zu bieten. Man kann zum Hochseeangeln mit dem Boot von Portmagee und von Knightstown aus aufs Meer zum Fischen fahren. Auch von Land aus hat man gute Angelstellen wie z. b. die Culoo Rocks, die alte Pier oder die Flussmündung des River Inny. Wer vom Ufer aus angeln möchte sollte sich aber nach dem Tide-Plan richten.

Beim Bootsangeln kann man Pollack, Leng, Conger, Makrelen, Lippfisch und so weiter erbeuten. Insgesamt haben wie bis zu 23 verschiedene Fischarten gefangen. Fürs Blauhaiangeln sollte die Wassertemperatur mindestens 16°C betragen. 1998 hatte es wieder einmal geklappt, dass das Wasser warm genug war um auf Blauhai zu fischen. Also beschlossen wir mit unserem Skipper Jonny am nächsten Tag geht es los. Erst noch fix ein paar Makrelen angeln für das Rubby-Dubby und ein paar für die Hacken als Köder. Das war einfacher gesagt wie getan. An diesem Tag waren Die Makrelen einfach nicht da. So hatten wir nur 11 Makrelen, 1 Kalmar und 2 Pollacks für unsere Haitour zur Verfügung. 
 Unser Skipper Jonny fuhr also zur Blauhaistelle. Er hätte die Stelle nicht besser treffen können. Wir mixten noch etwas Rubby-Dubby zusammen und machten unsere Angeln fertig. Dann hieß es warten. Plötzlich sprang Jonny auf und rief Shark. Kurz darauf surrte die erste Rolle los. Innerhalb von 3 Stunden haben wir mit nur 6 Makrelen 5 Blauhaie gefangen. Die 6. Makrele wurde uns von einem Seehund gemaust. So waren wir bereits zum Mittag auf ein gepflegtes Guinness im Pub. Dieses Ereignis war dann auch schnell Pubgespräch Nr. 1.
 Was auch einen ziemlichen Spaß macht ist das Congerfischen vor Valentias Küste. Dabei verankert man das Boot und lässt die Köder ruhig am Grund liegen, bis ein Biss erfolgt. Mit dieser Methode fingen wir bei manchen Ausfahrten bis zu 20 Stück mit Gewichten an die 20 kg. Als Beifang gab es immer schöne Leng’s bis 8 kg und Pollacks von bis zu 6 kg.
 Das gezielte angeln auf Leng erfolgt auf dieselbe Art uns Weise, nur das die meisten Leng’s auf den Beifänger bissen. Wir hatten auch schon Ausfahrten mit ca. 15 Stück, wobei sie nicht die Längen ihrer Artgenossen in Norwegen erreichen. Wir fingen bis maximal 10 kg.
 Pollacks fängt man eigentlich überall und immer. Spaß macht es natürlich mit leichtem Gerät. Am besten bissen sie aber immer noch auf die original Irischen Systeme (Bunte Federn an 100er Schnur). Damit ist die Angelei um Valentia Island aber noch nicht erschöpft. Vom Land aus angelten wir gezielt auf Nagelrochen und haben auch an manchen Tagen (Abenden) weit über 20 Stück gefangen. Die letzten Jahre wurden sie allerdings immer weniger. Aber sie sind zu fangen. Interessant war auch das Spinnfischen auf Wolfsbarsch an der Mündung des River Inny bei Waterville.
 Der beste Köder war das „Flying Condom“ in den Farben rot und gelb. Wir fingen Exemplare von über 60 cm. Nach Regenwetter und immer mit ablaufendem Wasser war die beste Zeit. Es sei auch eine kleine Plage in den Gewässer rund um Valentia  zu erwähnen. Das sind die vielen Krabben und die Katzenhaie. Wenn man Glück hat fängt man mal einen Großgefleckten Katzenhai. Den merkt man wenigstens an der Angel.
 Manchmal haben wir uns auch den Spaß gemacht mit der Feederrute im Hafen von Knightstown auf Meeräschen zu fischen. Ein Mords Gaudi. Achtung zuerst füttert man an (alte Fischreste) dann geht man in den Pub trinkt 2 Guinness. Danach ist angerichtet und man kann mit dem Angeln beginnen.

Alles in allem ist Irland, insbesondere Valentia Island, ein sehr interessantes Angelland. Wenn man sich aber richtig austoben will, dann empfehle ich eine Anreise per PKW. Schon allein wegen des Gepäcks möchte ich auf mein Auto nicht verzichten. Auch ist es einfacher im eigenen Fahrzeug links zu fahren (das kennen die meisten eh von den deutschen Autobahnen) als in einen “verkehrt zusammen geschraubten“ Wagen die irischen „Highways“ zu genießen. Was uns in den letzten Jahren auch negativ aufgefallen ist, das ist der enorme Preisanstieg in allen Bereichen. Dies hat wahrscheinlich auch mit der EU und mit dem starken Anstieg des Tourismus zu tun. Schade ist nur, dass dabei das so viel gelobte irische Flair verloren geht. Wo zum Beispiel vor Jahren noch der irische Barkeeper ein Lied hinterm Tresen angestimmt hat stehen heute Leute aus Polen, Russland und so weiter.

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