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Thailand (3 Berichte)

Angeln in Thailand (Süßwasser)

Schon seit einigen Jahren geistert der Gedanke in meinem Hirn herum einmal in Thailand auf Süßwasserfische zu angeln. Das Angebot ist zwar riesig aber das was ich suchte war noch nicht dabei. Irgendwann fand ich in der Zeitschrift Global Game Anglers  eine Anzeige von Harald Klein. Begleitetes Angeln in Thailand. Mein Interesse war geweckt. Ich informierte mich kurz noch auf seiner HP Angeln in Thailand. Fünf Minuten später hatte ich die erste Kontaktmail geschrieben. Kurze Zeit später tauschten wir die Telefonnummern und so konnten in vielen netten Gesprächen alle Einzelheiten der Reise ausdiskutiert werden. Harald erzählte mir von zerbrochenen Ruten, Schnüre von 50 Kg Tragkraft aufwärts ... ja Kg nicht lbs !!! und kaputten Rollen. Das dies nicht alles an den Haaren herbei gezogen war konnte ich mir schon denken dazu angel ich schon zu lange und etwas Bildungsfernsehen (YouTube) habe ich auch geschaut. Also ging es bewaffnet mit 3 Travlerruten und 5 Rollen nach Bangkok. Harald wartete wie verabredet am Flughafen und zur Begrüßung gab es standesgemäß erst einmal ein Bier. Im Hotel angekommen wurde nochmal kurz der Wochenplan erstellt. Der erste Tag begann ganz entspannt mit Shopping, Besuch des Aquariums (wir müssen ja sehen was es hier zu angeln gibt) sowie einer Bootstour durch die Klonks von Bangkok. Am nächsten Tag ging es fischen. Ziel, der berühmte Bungsanran Fishing Park. Zielfisch, der Mekongwels. Der wohl (bezogen auf seine Größe) stärkste Süßwasserfisch der Welt. Wir mieteten uns eine Hütte am See und Harald hatte im Vorfeld den wohl besten Guid am See reserviert. Es konnte los gehen. Wir bauten unsere Ruten zusammen, der Guid bereitete das Futter vor. Geangelt wurde mit Futterkorb. Dazu wird ein  übergroßer Futterball geformt darunter hängt an einem max. 10 cm langem Vorfach der Hacken ohne Köder. Das ganze wird mit einer speziellen Pose auf ca. 1,5 m Wassertiefe gebracht. Die Arbeit erledigt alles der Guid. Wir warten nur noch auf den Biss. Es dauerte nicht lange und der Ruf "Fish on" sagte mir, das der Fisch gehackt war. Der Tanz konnte losgehen. Und alles was man mir vorher gesagt hatte traf ein ... nur viel schlimmer. Es folgte Biss auf Biss. Was diese Fische im Drill für eine Kraft entwickeln kann man nicht beschreiben das muss man erleben. Wir fischten mit 16000 Thunnus Rollen die auf eine Bremskraft von etwa 10 - 12 Kg eingestellt war. Irgendwann beim nachjustieren der Bremse bemerkte ich eine erhöhte Temperatur der Bremse. Zuerst hatte ich die Sonne in Verdacht, aber die konnte es nicht sein denn sie versteckte sich hinter den Wolken ... zum Glück. Ich habe im Süßwasser noch nie erlebt, das ein Fisch die Spule zum "glühen" bringt. Wir fingen an dem Tag 29 Mekongwelse mit Gewichten von 20 - 50 Kg bei einer Länge von bis zu 1,85 Meter, 2 Striped Catfish (Pangasius) ca. 16 Kg und einen Pacu. Ein Fisch von etwa 20 Kg zerbrach eine 30- 50 lbs Meeresrute, die ich mir von meinem Kumpel Zicke geborgt hatte. Die Rute zerbrach übrigens nicht in der Spitze sondern an ihrer dicksten Stelle. Gegen 16 Uhr beschlossen wir das Angeln abzubrechen. Genug Fisch. Das Fazit von dem Tag. Ich lernte eine Menge über die Anatomie des Menschlichen Körpers. Denn mittlerweile kenne ich jeden Knochen und Muskel in mir persönlich. Alle Fische hätte ich nicht Drillen können, zum Glück hatte ich Hilfe von Petra, Harald und Daniel. Am nächsten Tag hatte Harald einen Ausflug an den Monster Lake zum Raubfischangeln geplant. 8 Uhr war Start. Nach einer längeren Fahrt kamen wir am See an. Geplant war ein paar Stunden mit Kunstköder zu fischen und danach zum Naturköderangeln überzugehen. Ich brauchte nur 5 Würfe und schon hatte ich was dickes an der Angel. Meine 40 g Spinnrute bog sich mächtig durch und 100 m Schnur hatte ich auch schon weniger auf der Spule. Nach vielen weiteren Fluchten hatte ich den Fisch kurz vorm Kescher wo ich ihn das erste Mal sah. Ich freute mich wie ein Schnitzel als mein erster Red Tail im Kescher lag. Sein Gewicht schätzte ich auf ca. 15 Kg und es sollte nicht der einzige bleiben. Nach dem Mittag wurden dann die Kunstköder gegen Makarelenstücken getauscht und auch damit angefüttert. Jetzt ging der Tanz erst richtig los. Ein Red Tail nach dem anderen nahm die Köder. Dazwischen immer mal ein Alligatorhecht und ein Pacu. Es  macht einen riesen Gaudi Fische von weit über 20Kg an der leichten 40g Rute zu drillen. Und irgendwann kam er dann, der Biss, auf den ich so lange gewartet habe. Ausgelegt hatte ich die Rute, angeschlagen hat Daniel (Haralds Sohn) Er gab Petra die Rute und sie gab sie an mich weiter. Denn der Fisch machte einen zu großen Druck, so das sie keinen festen Stand fand. (z. Z. Stand ein schweres Gewitter über uns und es goss wie aus Kübeln) Da stand ich dann im Regen, mit einem Fisch der sich ganz anders anfühlte als all die anderen davor. Sein Schlagen war mir völlig fremd. Irgendwann zeigte er sich kurz und ich war mir fast sicher. Ich wollte schon rufen Aram.... Nach 15 Minuten hatte ich ihn  in die Nähe des Ufers gedrillt und er zeigte sich erneut. Jetzt rief ich das Wort von dem ich eigentlich niemals gedacht hätte es am Wasser rufen zu müssen Arapaima. Sofort brach unter den Guids eine gnadenlose Hektik aus. Der Fisch wurde vom Guid im Wasser gekeschert danach in ein riesiges Unterfangnetz gebracht. Zum fotografieren wird der Fisch zu dritt ganz kurz aus dem Wasser gehoben. Geschätzt auf ca. 70 bis 80 Kg bei einer Länge von etwa 2 Meter. Ein Traum wurde wahr. Ich stellte mir schon den ganzen Alkohol vor um diesen Tag zu begiesen. Die Brauerei muss wohl Überstunden machen. Am nächsten Tag stand mal wieder Kultur auf dem Programm. Was wir unbedingt sehen wollten ist der skurilste Markt der Welt. Schon mehrfach im TV gesehen wollten wir es live erleben. Dank des großen Organisationstalents von Haralds Frau saßen wir in dem Zug und fuhren mit ihn durch den Markt. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön. Sie begleitete uns fast immer auf den Ausflügen und kann hier ihren Heimvorteil voll ausspielen. Ohne Ihr wäre es für Harald nicht immer einfach von A nach B zu kommen. Auch bei den nächsten Ausflug zu einem Baramundi Pool hat sie natürlich ihren Anteil mit eingebracht. Nur die Fische müssten wir noch selber fangen. Was nach 2 verlorenen Gesellen auch endlich gelang. Das der Baramundi ein hervorragender Speisefisch ist, davon konnten wir uns selbst überzeugen. Nach dem Fang gleich in die Küche. Einfach nur Geil.

Um für den Endspurt neue Energie zu tanken, ging es für ein paar Tage in den Süden, auf die Insel Koh Samed. Den Großteil des Gepäcks haben wir in dem Hotel in Bangkok gelassen aber ich wäre nicht ich wenn ich nicht eine Angel im Gepäck hätte. Ans Meer ohne Angel  .. geht nicht. Natürlich gelang es auch ein paar bunte Riffbarsche aus dem Wasser zu ziehen.

Zurück in  Bangkok stand nochmal ein Besuch am Bugsamran an. Wir wollten es gezielt auf Siam Carp probieren. Dazu formt der Guid wieder einen Futterballen, etwa so groß wie ein Handball. Als Hackenköder dienen 4 Styroporkugeln. Die werden benötigt um dem Hacken Auftrieb zu geben, denn diesmal liegt die Montage auf dem Grund. Ein Siam verirrte sich leider nicht, dafür biss ein  etwa 40 Kg schwerer Mekong an. Langweilig wurde es aber trotzdem nicht. Mit der anderen Rute fingen wir noch etwa 16 Welse und verloren noch einige.

Den letzten Angeltag sollte es an den Amazon BKK gehen. Wieder durch Haralds Frau super gemanagt. Ein See voll mit Amazonasfischen, wo auch nur Kunstköder oder Fliegenruten erlaubt sind. Es dauert nicht lange bis ich den ersten Red Tail hatte. Nicht so groß wie im Monster Lake aber super Fische an der leichten Angel. In einer Bierpause übernahm Petra die Rute und nach dem 3. Wurf erweckte ihr Ruf unser reges Interesse, so dass ich sogar das Bier weg stellte. Arapaima. Nun hatte sie auch noch ihren Arapaima gefangen. Da der Fisch etwas kleiner war wie am Monsterlake konnte er auch für ein paar Fotos aus dem Wasser genommen werden. Wieder ein gelungener Angeltag, welcher durch ein paar Red Tails und Pacus abgerundet wurde.

Durch die tolle Betreuung von Harald und seiner Frau blieben wir an keinem See ohne Fisch, im Gegenteil so etwas habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht erhofft. Den Betrag, den er für seinen Rundumservice verlangte geht nach meinem Ermessen voll in Ordnung. Er bzw. Sie organisierten die Hotels, die Taxis, brachten uns an die für uns interessanten Orte (Brücke am Kwai, schwimmender Markt, Glonks usw.). Bevor ich das doppelte an Lehrgeld bezahle (das wird bei allein Reisen bzw. dubiosen anderen Anbieter 100% tig passieren) ist Harald Klein meines Erachtens die beste Alternative um in Thailand erfolgreich Fische zu fangen. Nachahmung kann ich nur jedem empfehlen und wer Fischereilich an seine körperlichen Grenzen stoßen will ist bei Harald bestens aufgehoben.

 

Kontakt:

Harald Klein
Am Weiherholz 47
91604 Flachslanden 

http://www.specimen-fishing-franken.de/thailand

h-klein-flachslanden@t-online.de
Tel.: 09829 / 94144
Mobil: 0172 / 8640038

Zurück im Angelparadis

Trip in den Süden - Den Siam auf der Spur 

Ziel meines diesjährigen Trip ist der Fang eines Siam Carp. „Wenn ich noch einmal dahin fliege“, habe ich mir gesagt, „dann möchte ich so einen Fisch fangen“. Die Ziele waren also gesteckt und der Plan konnte ausgearbeitet werden. Wie schon bei meinem letzten Thailandbesuch hilf mir Harald und seine Frau bei der Planung. Sie organisierten mehrere Tage Fischen an verschiedenen Gewässern. Nachdem wir sicher gelandet waren konnte es also losgehen.

Schon am ersten See gelang mir der Fang eines 47 kg schweren Siam Carp. Ihr könnt euch sicherlich gut vorstellen wie happy ich war. Das sollte aber nicht alles gewesen sein und somit folgte etwas später ein ca. 60 kg schwerer Mekongwels. Aber das war schon fast Nebensache, den der Siam Carp war mein Ziel und übertrumpfte einfach alles.

Mit einem Flieger ging es dann weiter Richtung Süden, wo wir 3 Tage an einem neu eröffneten See gebucht hatten. Als wir am See ankamen trauten wir unseren Augen nicht. Ein Angelparadies. Atemberaubend, einfach unbeschreiblich schön. Was Schöneres zum Angeln habe ich noch nicht gesehen.

Der erste Tag lief noch etwas verhalten, einige Red Tails und Pacus vergriffen sich an unseren Ködern. Harald und Daniel hatten etwas mehr Glück und konnten schon einen Arapaima fangen.

Am zweiten und letzten Tag ging dann aber richtig die Post ab. 
Wir wechselten unsere Stelle und ich habe das auswerfen sowie Anködern selbst in die Hand genommen! So fingen wir Fisch auf Fisch. Nicht nur, dass der Zielfisch mehrfach in den Kescher landete auch den gigantische Arapaima konnten wir mehrfach fangen.

Die riesige Vielfalt an unterschiedlichen Fischen hat mich als Artenjäger sehr fasziniert. Wir fingen Fische, die wohl von dem wenigstens Europäern schon einmal gesehen wurden. Da ist der sagenumwobene Goonch wohl noch der bekannteste.

Sicherlich hatte dieser Spaß auch seinen Preis aber die Kampfkraft dieser exotischen Fische ist für mich jeden Cent wert. Wer mir jetzt erzählt er hat einen Karpfen an seiner Rute mit einer 0,35 Schnur eine halbe Stunde lang gedrillt, den kann ich jetzt erwidern, ja habe ich auch, nur die Schnur war eine 0,35 Geflochtene und die Rute eine 20 lbs Uptide.

Um unseren Urlaub abzurunden und noch ein wenig abschalten zu können, verbrachten wir die letzten Tage mit einen kulturellen Programm. Dafür ist der Süden natürlich besser geeignet als die Region um Bangkok.

Weitere Infos:
www.exoticfishingthailand.com
www.palmtreelagoon.co.uk

Update 2016

Ein kurzes Update von unserem dritten Besuch in Thailand.

Da ja der eine oder andere Fisch auf meiner Hunterliste noch unbeschrieben war, sowie der Wunsch dar war, noch mehr von der traumhaften Landschaft Thailands zu erleben, entschlossen wir uns, begünstigt durch die billigen Direktflugpreise dieses Jahr noch einmal das Land des Lächelns zu besuchen.
Auf dem Programm stand der Besuch des Khao Sok Nationalparks, wo wir einige schöne Tage verbrachten. Weiter ging es nach Khao Lak, aber dieser Besuch viel wortwörtlich ins Wasser. Es regnete zwei Tage am Stück. Schade. Danach fuhren wir nach Phang Nah, um von dort aus die Tage am See zu verbringen. 3 Tage waren gebucht. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch an den See vor zwei Jahren, mussten wir uns diesmal die Fische hart erkämpfen. Oft half das Standartprogramm nicht zum gewünschten Erfolg. Also probierten wie immer wieder neue Sachen aus, die uns den einen oder anderen Bonusfisch bescherten. Meinen Zielfisch konnte ich aber leider nicht fangen. Dafür aber den einzigen Arapaima in den drei Tagen.
Ortswechsel.
4 Tage PTL standen an. Ein kleiner See voll mit großen Fischen. Hier wird eigentlich immer was gefangen, auch wenn manchmal Tagsüber keine große Aktivität da war. Mein Plan war, mit zwei Ruten auf Grund zu fischen und die dritte Rute mit einer Pose bestückt auf Raubfisch aus zu legen. Zum Glück ging diese Taktik auf und ich konnte viele neue traumhafte Fische fangen. Das Beste war natürlich, dass ich so auch meinen Zielfisch fangen konnte. Endlich hatte ich ihn, den Juliens Golden Price Carp ! Auch an diesen See fing ich wieder einen Arapaima, dies ist bereits der 9. für mich. Langsam scheinen wir Freunde zu werden. Einen großen Mekongwels 150kg + von Harald mussten wir zu dritt drillen! Dabei durfte (musste) ich ihn bis in den Kescher begleiten. Die anderen beiden hatten aufgegeben. Keine Kraft mehr. Hat ja auch nix mehr mit Urlaub zu tun, 2 Stunden sich mit einem Fisch rum zu ärgern.
Bleibt noch ein Tag auf dem Fluß Mea Klong. Ziel war der Süßwasserstechrochen. 6 Leute waren ständig damit beschäftigt die Köder aus zu legen, zu kontrollieren und die Bojen zu beobachten.
Ergebnis. 4 Fehlbisse, ein Baby Bullenhai und ein kleiner Rochen, den Daniel gedrillt hat.

Für mich war es trotzdem ein toller Erfolg. 12 neue Fischarten gefangen! Fantastische Drills erlebt! Traumhafte Landschaften gesehen!
Ich war bestimmt nicht das letzte Mal hier.

Landkarten

Google Earth Bild