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Kenia


Big Game für Anfänger

Im Februar 2002 fuhren wir, meine Frau und ich, nach Kenia zum Big Game Fischen. Schon im Vorfeld war alles von uns in Deutschland bei „Kenia-Kohrs“ gebucht. Wir freuten uns schon riesig, denn Karsten wollte persönlich in Kenia vor Ort sein und uns angeltechnsich einweisen und betreuen. Kurz nach unserer Ankunft im Hotel trafen wir uns gleich mit Karsten, um alle Angeltage zu planen. Dabei gab er uns auch viele nützliche Tipps wie z. B. wo wir günstig Geld tauschen können oder wo man viel billiger als im Hotel mal einen Drink genießen kann. Da unser Hotel nicht in der nähe des „Hafens“ lag, erklärte er auch wie wir zu den Booten kommen würden. Das ist ganz einfach sagte er. „Hier unten stehen die Busse, mit denen die Einheimischen fahren. Da rufst du Mtwappa. Man zeigt dir den Bus und im Bus rufst du Bahnhof. Dort steigst du aus, dann läufst du den Weg bis mal ein Schild kommt, wo „Moorings“ steht. Dort musst du hin.“ Am nächsten Tag sollte es losgehen. Als ich dort angekommen bin traute ich meinen Augen kaum. So ein herrliches Plätzchen mit schwimmendem Restaurant. Karsten war schon auf dem Boot und los ging es auch gleich. Der schönste Fisch an diesem Tag war ein Barrakuda von über 18 kg Gewicht. Als Karsten den ins Boot hob, habe ich  mich in die äußerste Ecke verdrückt. Es war Respekt vor dessen Zähnen, die denen eines ausgewachsenen Kampfhundes glichen. Die nächsten Tage verliefen voll nach meinem Geschmack. Wir fingen die ganze Palette an Kenianischen Kampffischen. Die schönsten waren der Giant Travelly mit über 25 kg. Ein Wahnsinns Drill. Dorados von über 10 kg. Dies sind wohl die schönsten Fische überhaupt. Im Kampf sind  sie auch mehr in der Luft als im Wasser. Königsmakrelen sind an leichtem Gerät auch der blanke Wahnsinn. Doch das schönste Geschenk machte mir Karsten an meinem Geburtstag. Er sichtete eine Gruppe Segelfische. Und einen davon konnte ich fangen. Mein erster Schwertträger. Danach hätte das Boot sinken können, ich wäre glücklich gewesen. Weil es mein erster Sail war nahmen wir ihn mit um ihn zu wiegen. 26,5 kg. Sonst Catch and Relase! Wir sichteten auch mehrmals Marline in Bootsnähe, aber die ließen sich nicht zu einem Biss überreden. Das wäre ja noch der Brüller gewesen. Insgesamt war ich 5 Mal mit Karsten draußen. Die schwersten Fische werden auf eine Tafel im „Moorings“ angeschrieben. Dort stand ich 3 Mal, mit meinem Barrakuda, dem Giant Travelly und dem Segelfisch. Das war doch ein guter Auftritt. Und wenn man bedenkt, dass Karsten im Jahr auch nur ein paar Wochen hier ist, zeigt es doch wie professionell und erfahren er ist. Dies sehen auch die Einheimischen Skipper, denn er wird von ihnen voll akzeptiert. Da Karstens Boot etwas klein ist und meine Frau ja auch mal mit wollte, buchte ich noch 2 Ausfahrten mit einer größeren Big Game Yacht. Bei der ersten Ausfahrt hatten die Guids eine glückliche Hand bei der Platzwahl getroffen, denn wir fanden einen riesigen Schwarm  Gelbflossen Thune. Was dann passierte ist schon fast mit einer Matanza zu vergleichen gewesen. Es Biss manchmal an allen 6 Ruten gleichzeitig. Für Stunden kam ich aus dem Kampfstuhl nicht raus. Am Ende der Ausfahrt wurde die Beute für ein Foto schön zurecht gelegt und gezählt. Es waren 38 Gelbflossen Thune und 2 Skippjackthune. Keniarekord. Die größte Menge Fisch, die bis dahin in Kenia auf einem Angelboot gefangen wurde. Das war sogar eine Meldung in der Einheimischen Presse wert. Ich muss ehrlich gestehen, zum Glück waren die Thune nur bis max. 15 kg schwer, sonst hätte ich wahrscheinlich diese Tour nicht überlebt oder würde für den Rest des Urlaubs zur Reanimation im Krankenhaus liegen. Bei der zweiten Ausfahrt sollte sich das Spektakel wiederholen. Ich brach nach 15 gefangenen Fischen dieses aber ab und gab den Guids zu verstehen sie sollen wo anders hinfahren und es auf Marlin oder Sail probieren. Dies taten sie auch. Sie machten den Downrigger fertig, beköderten die Rute mit einem Bonito und fuhren weg von den Thunen. Plötzlich schrie einer der Guids „Big One“ und schon sauste Schnur von einer Rolle und ich saß wider im Kampfstuhl. Nach 45 Minuten Drill stieg der Fisch leider aus (ohne Schnurbruch). Ich fragte die Guids, mit was ich da überhaupt  gekämpft habe. Sie sagten mir es wäre ein Dorado gewesen in Größe XXXL.

Kurze Zeit später hatte ich auch noch einen Biss von einem Schwertträger, aber es sollte halt nicht noch einmal sein.

Fazit:

Karsten von „Kenia-Kohrs“ bescherte mir mit seiner ruhigen, professionellen Art einen meiner schönsten Angelurlaube überhaupt. Es wird wohl noch einige Zeit vergehen, um dies Toppen zu  können. Und wenn dann vielleicht in Kenia.

Landkarte
Google Earth Bild