Kontakt Impressum
 

Marokko


Karpfenangeln in Afrika

Nach 3,5 Stunden Flug landeten wir bereits auf den Flughafen von Casablanca und unsere Augen suchten einen Typen mit den Schild von Morocco Carpfishing in den Händen. Dieser Typ saß auch ziemlich gelangweilt direkt neben der Ausgangstür. Er musste ja auch über eine Stunde auf uns warten. Ich glaube es gibt keinen Flug der pünktlich von Frankfurt (Main) aus startet. Ich habe es jedenfalls noch nicht erlebt. Dafür war die Begrüßung umso herzlicher. Wir machten uns auch sofort auf den Weg, denn bis zu unseren Ziel warten noch etwa 3 Stunden Auto auf uns. Die Fahrt dahin war mächtig stressig, da die Temperaturen noch jenseits der 35 Grad lagen und der Kleinwagen nicht über eine Klimaanlage verfügte. So waren wir überglücklich als wir endlich in der Herberge angekommen sind. Herberge ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber mir fällt jetzt kein anderer Name dafür ein. Die" Dusche" funktionierte jedenfalls. Das Abendessen und das Frühstück waren i.O. und man brachte uns am nächsten Tag an das lang ersehntes Ziel. Der erste Eindruck. Whow und nochmals whow. Die Guids waren schon damit beschäftigt die Boote zu beladen. Es war schon alles vorbereitet. Der Mais war gekocht, ein anderer Teil war schon zum quellen eingelegt worden. Es wurde nur noch unser Gepäck eingeladen und schon waren wir auf den Weg zu unseren Hot Spod. Eine super Stelle meinten die Guids. Sie setzten uns auf eine kleine Insel ab, die eigentlich der obere Teil von einen Plateau ist. Zur Zeit fehlen in den See etwa 5 bis 7 Meter an Wasser. Im Frühjahr wird auf diesen Platz gern geangelt. Er ist da sehr begehrt weil er nur ein paar Meter unter Wasser liegt und sich die Karpfen hier gern vor dem Laichen sammeln. Am Platz angekommen begannen sie sofort mit der Errichtung des Camps. Sie luden die Boote aus stellten die Zelte hin und bauten einen Sonnenschutz auf. Ich kam mir in diesen Moment etwas überflüssig vor, man kennt ja alle Handgriffe, nur macht man die sonst selbst. Nachdem alles gerichtet war und die Bestellung (Bier, Whisky, Cola, Zigaretten etc.) für den nächsten Tag aufgenommen wurde verabschiedeten sich die Guids und liesen uns auf der Insel allein. Urlaub beginne!!! Die Ruten waren schnell montiert, die restlichen Handgriffe kann man auch im Schlaf machen. Also rein ins Boot Stellen suchen. Doch jetzt kam die erste Ernüchterung. In den Echolot lief nur das Demo Programm, was sich auch nicht ausstellen lies.  So hieß es erst mal ohne Echolot klarkommen. Die ersten Plätze waren gefunden und unter Futter gesetzt worden, ich glaube wir waren gerade beim ausbringen der dritten Rute als sich der Carpsounder mit einen Vollrun meldete. Leider ging der Fisch nach ein paar Meter verloren. Kurze Zeit später, wir waren immer noch beim ausbringen der restlichen Ruten, der nächte Biss. Diesmal mit Erfolg! Der erste Marokkanische Karpfen mit 28 Pfund. Ich war mit mir und der Welt zufrieden. So kann es weiter gehen dachte ich. Das Problem war- es ging so weiter. Bis wir die letzte Rute im Wasser hatten war es dann auch schon Abend und wir freuten uns auf das Abendmahl, das in Form einer Tajine schon vorbereitet war. Zum Glück wurden wir in der Nacht nicht geweckt, aber pünktlich zum Sonnenaufgang meldeten sich die ersten Fische durch lautes klatschen an der Oberfläche. Der erste Biss kam auch kurze Zeit später und bis zum Mittag hatten wir alle Hände voll zu tun. Es folgten mehrere Fische mit über 20 Pf. sowie einer von 35 Pf. Einfach nur geil. Die Abläufe der Tage ähnelten sich in etwa, früh bis Mittag manchmal der pure Stress. Ich saß einmal 4 Stunden  ununterbrochen im Boot und habe die Ruten raus gefahren. Man hat mir abends der Arsch weh getan! Von mittags bis in die 5. Stunde blies oft ein so starker Wind der ein rausfahren mit den Boot nicht möglich machte. So hatte man abends wieder Stress, denn um 7 Uhr  war es wieder dunkel. An den meisten Tagen schafften wir es nicht vor dem dunkel werden zu essen und so fügten wir uns den Einheimischen Sitten, denn es war zur Zeit Ramadan und da darf vor den dunkelwerden eh nicht gegessen werden. So gingen die paar Tage vorbei und wir zogen Bilanz. 42 gefangene Karpfen 12 haben wir noch verloren, etliche Barsche und ein kleiner Hecht die wir mit der Spinnrute gefangen haben. 10 Fische über 20 Pf. 2 über 30 Pf. Der Großteil der gefangen Karpfen lag so zwischen 8 und 12 Pf., na ja die Riesen waren nicht dabei aber das gelungene Drumherum und nicht zu Letzt das super Essen, die tolle Verpflegung sowie Organisatin von Morocco Carpfishing trugen dazu bei, dass dies ein sehr gelungener Trip war. Pünktlich wie vereinbart wurden wir am letzten Tag von unseren Guids von der Insel geholt, wir verabschiedeten uns auf ein nächsten Mal und der Fahrer brachte uns direkt vom See in das Hotel nach Marrakesch. Die nächsten 4 Tage wollen wir hier noch etwas entspannen, den Zauber von Marrakesch genießen sowie noch ein paar Sehenswürdigkeiten der Umgebung anschauen. Zu diesen Zweck haben wir schon in Deutschland bei den Reisevermittler "Marokko erleben" zwei Tagestouren mit Fahrer und deutsch sprechenden Reiseleiter gebucht. Ich glaube es waren mit die schönsten Tagestouren, die wir jemals gemacht haben. Fahrer und Reiseleiter ein super Team und mit für Afrika ungewöhnlicher Pünktlichkeit wurden wir vom Hotel abgeholt und zu dem ersehnten Zielen gebracht, immer gespickt mit viel Hintergrundinformationen über Land und Leute. Die Traumhafte Landschaft rundete die Reise perfekt ab und so können wir ohne zu übertreiben sagen - dies war ein Traumurlaub.

Landkarte